Hier stehen die Fragen, die vor dem Kauf einer Ladestation fürs Elektroauto am häufigsten aufkommen — nach Themenbereich sortiert. Wo eine Antwort an Ihrem Netzbetreiber oder Ihrem Elektrobetrieb hängt, sagen wir das, statt eine Zahl zu nennen, die für Sie nicht gilt.
Eine Wallbox wird fest an die Wand montiert und von einem Elektrobetrieb an einen eigenen Stromkreis angeschlossen. Ein mobiles Ladegerät stecken Sie in eine vorhandene Steckdose — in eine CEE-Dose für dreiphasiges Laden oder in eine Schuko-Haushaltsdose für kleine Ladeleistungen. Am Auto sieht beides gleich aus: Alle Geräte in unserem Vergleich laden über Typ 2, den europäischen Standardstecker am Fahrzeug. Der Unterschied liegt in der Installation, nicht im Ladevorgang. Welche Bauart zu Ihrem Stellplatz passt, klärt der Ratgeber Wallbox oder mobiles Ladegerät.
So lang, dass Sie den Ladeanschluss Ihres Autos in jeder Parkposition erreichen — je nach Modell sitzt er vorn, hinten links oder hinten rechts. Fünf Meter genügen in einer Garage, in der das Auto immer gleich herum steht; wer mal vorwärts und mal rückwärts parkt, ist mit sieben Metern besser bedient. Die fest montierten Wallboxen in unserem Vergleich liegen zwischen fünf und siebeneinhalb Metern. Mehr Kabel heißt allerdings auch mehr Gewicht in der Hand und mehr Kabel, das verstaut werden will.
RFID ist eine Zugangssperre: Die Ladestation gibt den Strom erst frei, wenn eine hinterlegte Karte oder ein Chip vorgehalten wird. Sinnvoll ist das, wenn die Ladestation frei zugänglich hängt — im Carport, in der Tiefgarage oder auf einem Stellplatz, an den auch andere kommen. Je nach Gerät lässt sich damit auch trennen, wer wie viel geladen hat; wie zuverlässig das protokolliert wird, unterscheidet sich allerdings deutlich. In einer verschlossenen Garage brauchen Sie die Funktion nicht.
In Europa passt der Stecker, solange beide Seiten Typ 2 sprechen — das trifft auf alle hier verglichenen Geräte und auf die meisten hierzulande verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybride zu. Begrenzt wird die Ladeleistung nicht von der Ladestation, sondern vom Bordlader im Auto: Nimmt das Fahrzeug nur einphasig 3,7 kW an, bringt eine 11-kW-Wallbox keine Minute Zeitgewinn. Sehen Sie deshalb vor dem Kauf im Datenblatt Ihres Autos nach, wie viele Phasen es nutzt. Was der Bordlader für die Ladedauer bedeutet, steht unter 11 kW oder 22 kW.
Nein. Eine App hilft bei Ladetimer, Ladestrom und Auswertung, und wer Solarstrom vom eigenen Dach gezielt laden will, kommt kaum ohne sie aus. Wer nachts lädt und die Ladezeit ohnehin im Auto einstellt, braucht sie nicht — in unserem Vergleich steht dafür eine Wallbox, die bewusst ohne App, WLAN und Zugangssperre auskommt und über Schalter im Gerät eingestellt wird. Bedenken Sie bei App-Geräten, dass die Bedienung nur so gut ist wie die Software: In den Rezensionen taucht die App mehrfach als Schwachstelle auf, während die Hardware gelobt wird.
Ja. Eine fest montierte Ladeeinrichtung ist dem Netzbetreiber zu melden, und zwar vor der Inbetriebnahme. Die Meldung übernimmt in der Regel der Elektrobetrieb, der die Wallbox anschließt — er ist beim Netzbetreiber eingetragen und kennt das Verfahren. Anmelden und genehmigen lassen sind dabei zwei verschiedene Dinge: Die Anmeldung ist eine Mitteilung, die Genehmigung eine Zustimmung, die vorliegen muss, bevor gebaut wird. Ob ein mobiles Ladegerät ebenfalls darunterfällt, hängt an Anschlussleistung und Nutzung — fragen Sie im Zweifel beim Netzbetreiber nach. Wie Anmeldung, Genehmigung und Zustimmung zusammenhängen, steht im Ratgeber Wallbox anmelden.
Das entscheidet die Anschlussleistung, und wo genau die Grenze verläuft, sagt Ihnen Ihr Netzbetreiber verbindlich. Wir nennen hier bewusst keine Zahl: Wer sich auf einen Schwellenwert aus zweiter Hand verlässt, hat im Zweifel den falschen. Die Richtung ist einfach — kleinere Ladeleistungen werden gemeldet, größere müssen vorher genehmigt werden. Klären Sie das vor der Bestellung; an der Antwort ändert sich nichts, wenn die Wallbox schon an der Wand hängt. Die Reihenfolge, die Ärger spart, steht im Ratgeber Wallbox anmelden.
Nein. Der Festanschluss einer Wallbox ist Arbeit eines eingetragenen Elektrobetriebs: Er meldet die Anlage an, wählt Leitung und Absicherung, schließt an und dokumentiert die Prüfung. Eine Anleitung dazu finden Sie auf dieser Seite nicht, und das ist Absicht. Was Sie selbst tun dürfen: ein mobiles Ladegerät in eine vorhandene, vom Fachbetrieb geprüfte CEE- oder Schuko-Steckdose stecken. Was der Elektrobetrieb wissen muss und welche Fragen Sie ihm stellen, steht unter Sicherheit und Absicherung.
Ja. Eine Ladestation zieht über Stunden ihre volle Leistung — das ist etwas anderes als ein Backofen, der zwischendurch abschaltet. Sie bekommt deshalb einen eigenen, ausreichend dimensionierten Stromkreis mit eigener Absicherung im Verteiler; welche Leitung und welcher Leitungsschutzschalter dafür nötig sind, rechnet der Elektrobetrieb aus. Sinngemäß gilt das auch für eine CEE-Dose, an der Sie regelmäßig mit 11 kW laden wollen. Mehr zu Absicherung und eigenem Stromkreis unter Sicherheit und Absicherung.
Das hängt davon ab, was im Gerät schon steckt. Viele Ladestationen bringen den Schutz mit: einen Fehlerstromschutzschalter (RCD) Typ A für Wechselfehlerströme und eine DC-Fehlerstromerkennung 6 mA für die glatten Gleichfehlerströme, die beim Laden auftreten können. Zwei Geräte in unserem Vergleich weisen genau diese Kombination in den Bulletpoints aus, ein weiteres nennt sie dort ebenfalls, widerspricht sich zwischen Bulletpoint und Datenblatt aber selbst beim RCD-Typ, ein weiteres nennt die Auslösewerte ohne RCD-Typ, und drei weitere nennen sie nur im Produkttitel. Was davon im Verteiler zusätzlich nötig ist, entscheidet der Elektrobetrieb anhand des Datenblatts — pauschal lässt sich das nicht beantworten. Ausführlich erklärt der Ratgeber Sicherheit und Absicherung, worauf im Datenblatt zu achten ist.
Ein RCD Typ A trennt den Stromkreis, wenn Strom über einen Fehler abfließt — bei Wechselstrom und bei pulsierendem Gleichstrom. Beim Laden eines Elektroautos können zusätzlich glatte Gleichfehlerströme entstehen, die ein Typ A allein nicht sicher erkennt; dafür ist die DC-Erkennung ab 6 mA zuständig. Stehen beide Angaben im Datenblatt, ist der Schutz im Gerät integriert. Fehlt die Angabe, heißt das nicht zwingend, dass nichts verbaut ist — es heißt, dass der Hersteller es nicht belegt, und dann muss der Elektrobetrieb nachfragen.
Wetterfest heißt bei einer Ladestation: Das Gehäuse hat eine ausgewiesene Schutzart nach IP-Klasse, und je höher die zweite Ziffer, desto besser der Schutz gegen Wasser. In unserem Vergleich reicht die Spanne von IPX4 bis IP66, und mehrere Angebotsseiten nennen überhaupt keine Schutzart. Für ein Gerät, das dauerhaft im Freien hängt, empfehlen wir IP65 oder IP66; ein IPX4-Gerät ist gegen Spritzwasser geschützt, gegen Staub aber nicht geprüft und gehört unter ein Dach. Ohne ausgewiesene IP-Klasse gilt dasselbe, auch wenn der Hersteller das Gerät für den Außenbereich bewirbt. Eine Übersicht der IP-Klassen steht unter Sicherheit und Absicherung.
§ 14a EnWG regelt, dass der Netzbetreiber steuerbare Verbrauchseinrichtungen — dazu zählen Wallboxen — bei einem Netzengpass vorübergehend in der Leistung reduzieren darf. Im Gegenzug gibt es ein reduziertes Netzentgelt. Praktisch heißt das: Die Wallbox braucht eine Schnittstelle, über die sie sich ansteuern lässt; mehrere Geräte in unserem Vergleich weisen das ausdrücklich aus. Ob und wie Sie teilnehmen, klären Sie mit Netzbetreiber und Elektrobetrieb — die Bedingungen stehen nicht im Datenblatt der Ladestation. Was das für die Gerätewahl heißt, steht im Ratgeber Wallbox anmelden.
Mieter und Wohnungseigentümer haben einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass ihnen der Einbau einer Ladestation gestattet wird; die Kosten tragen sie selbst, und über die Ausführung entscheidet der Vermieter oder die Eigentümergemeinschaft mit. Zustimmung, Anmeldung und Genehmigung sind drei verschiedene Dinge: Der Vermieter erlaubt den Eingriff ins Gebäude, der Netzbetreiber bekommt die Anlage gemeldet und genehmigt sie gegebenenfalls. Fragen Sie schriftlich an, bevor Sie bestellen. Wer den Weg nicht gehen will, kommt mit einem mobilen Ladegerät an einer vorhandenen, geprüften Steckdose weiter — sofern das Laden dort erlaubt ist. Den Weg über Vermieter und Eigentümergemeinschaft beschreibt der Ratgeber Wallbox anmelden.
Ja, mit einem dafür gebauten Ladekabel und mit begrenztem Ladestrom. Eine Schuko-Steckdose ist nicht für stundenlange Volllast ausgelegt; die Schuko-Ladegeräte in unserem Vergleich regeln die Ladeleistung deshalb herunter, stufenlos oder in Stufen. Lassen Sie Steckdose und Stromkreis vorher von einem Elektrobetrieb ansehen, wenn Sie dort regelmäßig laden wollen. Und: direkt in die Wanddose stecken — keine Kabeltrommel, keine Verlängerung, keine Mehrfachsteckdose. Die Regeln für das Laden an der Haushaltssteckdose stehen unter Sicherheit und Absicherung.
Für die allermeisten Haushalte ja. 11 kW laden dreiphasig und füllen einen üblichen Akku über Nacht mit großem Abstand — mehr Ladeleistung verkürzt nur eine Zeit, die Sie ohnehin verschlafen. Dazu kommt: 22 kW setzen einen entsprechend abgesicherten Anschluss voraus, und viele Elektroautos können sie über ihren Bordlader gar nicht annehmen. Wer täglich weite Strecken fährt und zwischendurch nachladen muss, ist die Ausnahme — dafür stehen drei Geräte mit bis zu 22 kW im Vergleich. Die Rechnung dazu steht unter 11 kW oder 22 kW.
Rechnen Sie mit rund 10 kWh, die pro Stunde im Akku ankommen — 11 kW abzüglich der Ladeverluste. Ein 60-kWh-Akku von 20 auf 80 % braucht damit gut dreieinhalb Stunden; eine Nacht reicht in jedem Fall. Voraussetzung ist, dass Ihr Auto dreiphasig mit 11 kW laden kann. Nimmt es nur einphasig 3,7 kW an, dauert derselbe Ladevorgang rund dreimal so lang. Eine Tabelle mit allen Ladeleistungen steht unter 11 kW oder 22 kW.
Nein. Der Ladestrom fließt über Stunden, eine aufgerollte Kabeltrommel wird dabei heiß, und jede zusätzliche Steckverbindung ist eine Stelle mehr, an der Übergangswiderstand entsteht. Stecken Sie das Ladegerät direkt in die fest installierte Steckdose. Reicht das Kabel nicht bis zum Auto, ist die Lösung eine zusätzliche Dose vom Elektrobetrieb — kein längeres Provisorium.
Ja, dafür gibt es diese Gattung. Sie brauchen am Ziel eine passende Steckdose — CEE 16 A auf dem Campingplatz oder im Betrieb, Schuko als Rückfallebene — und je nach Gerät den passenden Adapter; ein Ladegerät in unserem Vergleich liefert Adapter für Schuko, CEE 16 A, CEE 32 A und Campingstecker gleich mit. Ein weiteres Gerät im Vergleich beschreibt eine Rezension als leicht mitzunehmen auf Reisen. Fragen Sie vorher, ob Sie an der fremden Steckdose laden dürfen, und stellen Sie den Ladestrom herunter, wenn Sie die Absicherung nicht kennen. Worauf Sie unterwegs achten, steht im Ratgeber Wallbox oder mobiles Ladegerät.
Das Gerät ist der kleinere Posten. Die Spanne in unserem Vergleich reicht vom Typ-2-Ladekabel mit Schuko-Stecker im unteren dreistelligen Bereich bis zur fest montierten Wallbox mit Touchdisplay und geeichtem Stromzähler am oberen Ende. Dazu kommt bei jeder fest montierten Wallbox die Installation durch einen Elektrobetrieb; was sie kostet, hängt an Leitungsweg, Verteiler und Absicherung — holen Sie zwei Angebote ein, bevor Sie das Gerät bestellen. Bei einem mobilen Ladegerät an einer vorhandenen, geprüften Steckdose entfällt dieser Posten. Die drei Kostenposten einzeln aufgeschlüsselt finden Sie unter Was eine Wallbox kostet.
Dafür brauchen Sie zwei Zahlen: den Verbrauch Ihres Autos und Ihren Arbeitspreis je kWh. Bei 18 kWh je 100 km und 30 Cent je kWh sind das 5,40 € — beide Werte sind hier nur Annahmen, die richtigen stehen in Ihrem Bordcomputer und in Ihrer Stromrechnung. Ladeverluste sind darin nicht enthalten; rechnen Sie im Zweifel rund zehn Prozent auf. Kommt der Strom vom eigenen Dach, sinkt der Betrag deutlich; ein Gerät, das gezielt den Solarüberschuss lädt, braucht dafür eine App und eine Anbindung an die Anlage. Die Rechnung mit offengelegten Annahmen steht unter Was eine Wallbox kostet.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, und wir nennen hier bewusst kein Programm und keinen Betrag: Förderungen laufen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene, ändern ihre Bedingungen und laufen aus. Prüfen Sie vor dem Kauf die Programme Ihres Bundeslands, Ihrer Kommune und Ihres Energieversorgers. Achten Sie dabei auf eine Bedingung, die viele Programme stellen: Der Antrag muss vor der Bestellung gestellt sein. Wo Sie tagesaktuell suchen, steht unter Was eine Wallbox kostet.
Für die Wallbox selbst nichts. Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) hängt am zugelassenen Elektroauto — vermarktet wird die Fahrzeugzulassung, unabhängig davon, wo Sie laden. Für den geladenen Strom zahlen die Quotenstellen nur bei öffentlich zugänglichen Ladepunkten; eine Wallbox in der eigenen Garage zählt nicht dazu. Wenn Sie ein Elektroauto fahren, holen Sie sich die Fahrzeugquote — an ihr ändert die eigene Ladestation nichts. Warum die Quote am Fahrzeug hängt, erklärt der Ratgeber Was eine Wallbox kostet.