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Kaufentscheidung

Wallbox oder mobiles Ladegerät: Was Sie zu Hause wirklich brauchen

Beide laden dasselbe Elektroauto über denselben Typ-2-Stecker. Der Unterschied liegt nicht im Ladevorgang, sondern im Anschluss — und darin, ob ein Elektrobetrieb kommen muss. Diese Seite führt Sie zu der Bauart, die zu Ihrem Stellplatz passt.

✍️ Redaktion Ladestationen Ratgeber ⏱ Lesezeit: 6 Min
Fest montierte Wallbox mit Typ-2-Kabel an der Wand, daneben ein mobiles Ladegerät mit Steuerbox und Schuko-Stecker

📌 Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Wallbox wird fest an die Wand montiert und von einem Elektrobetrieb an einen eigenen Stromkreis angeschlossen.
  • Ein mobiles Ladegerät stecken Sie selbst in eine vorhandene, vom Fachbetrieb geprüfte Steckdose — CEE für dreiphasiges Laden, Schuko für kleine Ladeleistungen.
  • Am Fahrzeug ist beides identisch: Typ 2, der europäische Standardstecker.
  • Die Entscheidung hängt an drei Fragen: Was liegt am Stellplatz an? Dürfen Sie dort bauen? Laden Sie nur zu Hause?
  • Wer beides will, findet mit dem go-e Charger Gemini Flex ein Gerät im Vergleich, das stationär und unterwegs arbeitet.

Der Unterschied zwischen Wallbox und Ladekabel

Ein Elektroauto lädt zu Hause immer über Wechselstrom, und zwischen Steckdose und Fahrzeug sitzt ein Gerät, das den Ladevorgang steuert, den Strom freigibt und im Fehlerfall abschaltet. Nur die Bauform dieses Geräts unterscheidet sich.

Die Wallbox ist die fest montierte Variante. Sie hängt an der Wand, ist über eine fest verlegte Leitung an einen eigenen Stromkreis angeschlossen und bleibt dort. Angeschlossen wird sie von einem eingetragenen Elektrobetrieb — das ist keine Empfehlung, sondern die Rechtslage; eine Anleitung dazu finden Sie auf dieser Site nicht.

Das mobile Ladegerät ist dasselbe in tragbar. Es hat auf der einen Seite einen Stecker für eine vorhandene Steckdose, in der Mitte eine Steuerbox und auf der anderen Seite den Typ-2-Stecker fürs Auto. Sie stecken es ein, mehr passiert nicht. Im Markt heißt diese Gattung oft „mobile Wallbox"; im Text sagen wir „mobiles Ladegerät", weil nichts daran an der Wand hängt.

Ist eine mobile Wallbox sinnvoll?

In drei Lagen ja, und zwar deutlich.

Erstens: Sie haben schon eine CEE-Steckdose. Die rote Starkstromdose sitzt in vielen Garagen, Werkstätten und Hofeinfahrten, weil dort einmal eine Maschine hing. Ist sie vorhanden und in Ordnung, laden Sie darüber dreiphasig mit derselben Leistung wie an einer 11-kW-Wallbox — ohne Montage und ohne Leitung durchs Haus.

Zweitens: Sie dürfen nicht bauen. Zur Miete oder in einer Eigentümergemeinschaft ist der Weg zur festen Wallbox länger, als er klingt; was dabei zu klären ist, steht im Ratgeber Wallbox anmelden. Ein steckbares Gerät an einer vorhandenen, geprüften Dose umgeht diesen Weg — vorausgesetzt, das Laden dort ist erlaubt.

Drittens: Sie laden nicht nur zu Hause. Wer regelmäßig bei Verwandten, im Betrieb oder auf dem Campingplatz steht, hat mit einem mobilen Gerät die Ladestation dabei.

Gegen die mobile Gattung spricht der Alltag an einem festen Stellplatz: Das Gerät liegt im Kofferraum oder hängt an einer Halterung, es will jedes Mal ausgerollt und verstaut werden, und die Steuerbox wiegt spürbar. Wer jeden Abend an derselben Stelle parkt, ist mit einer fest montierten Wallbox bequemer bedient.

Typ-2-Buchse oder festes Kabel?

Eine zweite Frage stellt sich bei manchen Geräten im Vergleich: Hängt das Ladekabel dauerhaft an, oder gibt es nur eine Typ-2-Buchse, in die Sie Ihr eigenes Kabel stecken?

Mit festem Kabel ist der Alltag einfacher — Kabel greifen, einstecken, fertig. Es gibt keinen Kabelsalat im Kofferraum und kein vergessenes Kabel. Dafür bestimmt die Kabellänge, wie Sie parken dürfen, und ein beschädigtes Kabel ist ein Fall fürs ganze Gerät. Die fest montierten Wallboxen in unserem Vergleich liegen zwischen fünf und siebeneinhalb Metern.

Eine Buchse ist flexibler: Sie nehmen das Kabel mit, tauschen es bei Bedarf und können ein längeres verwenden. Dafür brauchen Sie überhaupt ein eigenes Typ-2-Ladekabel — bei zwei Geräten im Vergleich liegt bewusst keines bei (ABSINA Mobile Wallbox 11kW und go-e Charger Gemini Flex, beide mit Typ-2-Buchse statt festem Kabel), und das ist beim Preisvergleich zu berücksichtigen. Ohne einen bestimmten Grund für die Buchse — ein vorhandenes Kabel, eine gewünschte andere Länge — ist das feste Kabel die unkompliziertere Wahl.

Elektroauto unterwegs laden — ohne Ladesäule

Der praktische Vorteil der mobilen Gattung zeigt sich außerhalb der eigenen Garage. Sie brauchen am Ziel eine passende Steckdose und je nach Gerät den passenden Adapter: CEE 16 A auf vielen Campingplätzen und in Betrieben, Schuko als Rückfallebene. Ein Gerät in unserem Vergleich bringt Adapter für Schuko, CEE 16 A, CEE 32 A und Campingstecker gleich mit.

Zwei Regeln gelten dabei ohne Ausnahme. Fragen Sie, bevor Sie an fremdem Strom laden. Und stellen Sie den Ladestrom herunter, wenn Sie die Absicherung des Anschlusses nicht kennen — jedes mobile Gerät im Vergleich lässt sich in Stufen oder stufenlos begrenzen. Was dabei zu beachten ist, steht im Ratgeber Sicherheit und Absicherung.

Die Entscheidung in einer Tabelle

Ihre LagePassende BauartWarum
Eigene Garage, fester Stellplatz, Auto lädt dreiphasigFest montierte Wallboxbequemster Alltag, volle Ladeleistung, alles fest verlegt
CEE-Steckdose ist vorhanden und geprüftMobiles Ladegerät (CEE)meist dieselbe Ladeleistung wie eine 11-kW-Wallbox, ohne Installation
Mietwohnung, Tiefgarage, Zustimmung offenMobiles Ladegerät (CEE oder Schuko) — je nach vorhandener Dosekein Eingriff ins Gebäude nötig
Nur eine Haushaltssteckdose, kurze StreckenMobiles Ladegerät (Schuko)günstigster Einstieg, reicht für das Laden über Nacht
Zweitwagen, wechselnde Stellplätze, ReisenMobiles Ladegerät (CEE oder Schuko) — je nach vorhandener Dosedie Ladestation fährt mit
Plug-in-Hybrid mit kleinem AkkuMobiles Ladegerät (Schuko)kleiner Akku ist über Nacht auch einphasig voll

Je Bauart ein Gerät aus unserem Vergleich

Die drei Geräte unten sind in ihrer Bauart jeweils die bestbewerteten aus dem Vergleich. Sie stehen hier stellvertretend, nicht als einzige Wahl.

Produktfoto: TESLA · Wallbox, fest montiert · Carport oder Stellplatz Empfehlung
WALLBOX, FEST MONTIERT

Tesla Wall Connector, Universal-Ladegerät, Typ 2, bis zu 22 kW, einphasig und dreiphasig, 7,3 m Kabel, Indoor/Outdoor

BEWERTUNG 1,5

Fest montierte Wallbox mit Tesla-App und WLAN in der höchsten Ladeleistungsklasse — mit der breitesten Rezensionsbasis unter den fest montierten Wallboxen.

Produktfoto: dé · Mobiles Ladegerät (CEE) · Garage
MOBILES LADEGERÄT (CEE)

dé Wallbox 11kW mit APP RFID, 7,5m, §14a EnWG, EV Ladestation, Schwarz

BEWERTUNG 1,6

Günstiges mobiles 11-kW-Ladegerät mit CEE-16-A-Stecker, App-Steuerung und LCD-Display — ohne Elektriker-Installation.

Produktfoto: dé · Mobiles Ladegerät (Schuko) · Unterwegs
MOBILES LADEGERÄT (SCHUKO)

dé Typ 2 Ladekabel Schuko mit APP 3,7kW 7m, 6-16A einstellbar, LCD, IP66, RCD Typ A 30mA AC + 6mA DC

BEWERTUNG 2,1

Günstigstes Gerät im Vergleich: Typ-2-Ladekabel mit Schuko-Stecker, App-Steuerung und einstellbarer Ladeleistung bis 3,7 kW — für alle ohne CEE-Dose.

Was beide Gattungen gemeinsam haben

  • Typ 2 am Auto. Alle Geräte im Vergleich laden über denselben Stecker; die meisten hierzulande verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybride nehmen ihn an.
  • Der Bordlader setzt die Grenze. Nimmt Ihr Fahrzeug nur einphasig 3,7 kW an, bringt ein 11-kW-Gerät keine Minute Zeitgewinn. Mehr dazu unter 11 kW oder 22 kW.
  • Fehlerstromschutz gehört dazu. Zwei Geräte im Vergleich weisen einen Fehlerstromschutzschalter (RCD) Typ A samt DC-Fehlerstromerkennung 6 mA in den Bulletpoints aus, ein weiteres nennt die Kombination dort ebenfalls, widerspricht sich zwischen Bulletpoint und Datenblatt aber selbst beim RCD-Typ, ein weiteres nennt die Auslösewerte ohne RCD-Typ, und drei weitere nennen sie nur im Produkttitel. Was zusätzlich in den Verteiler gehört, entscheidet der Elektrobetrieb.
  • Keine Verlängerung, keine Kabeltrommel. Ein mobiles Gerät gehört direkt in die fest installierte Dose — bei jeder Ladeleistung.

Fazit

Wer einen eigenen, festen Stellplatz hat und dort jeden Tag lädt, fährt mit einer fest montierten Wallbox am bequemsten; unsere Empfehlung im Vergleich ist ein solches Gerät. Liegt am Stellplatz bereits eine geprüfte CEE-Dose, oder dürfen Sie nicht bauen, ist das mobile Ladegerät keine Notlösung, sondern die passende Antwort — bei gleicher Ladeleistung wie die 11-kW-Wallboxen im Vergleich und deutlich kleinerem Preis. Und wer nur wenige Kilometer am Tag fährt, kommt mit einem Ladekabel für die Schuko-Steckdose über Nacht ebenso ans Ziel.

Alle Geräte nebeneinander, mit Filter nach Bauart und Einsatzort, stehen im Wallbox-Vergleich. Offene Fragen beantwortet die Seite Häufige Fragen.