ELECQ Wallbox 7,4 kW Typ 2 einphasig, Ladestation mit App, Lastmanagement und PV-Laden, §14a, OCPP, WLAN, RFID, 32A, 5m Kabel
Fest montierte Wallbox mit 7,4 kW einphasig, App, Zugangssperre und OCPP — mit ausgewiesenen Auslösewerten beim Fehlerstromschutz, aber schmaler Rezensionsbasis.
Unsere Bewertung
Grundlage sind Herstellerangaben, technische Datenblätter und die systematische Auswertung von Kundenrezensionen, keine eigene Prüfung — Einzelheiten in der Bewertungsmethodik.
Vorteile
- Der Lastausgleich zwischen zwei dieser Wallboxen und die Einbeziehung der Solarerzeugung arbeiten laut einer ausführlichen französischen Rezension genau wie erwartet — für sie ist das die Stärke des Systems
- Zwei Rezensionen loben den Kundendienst als reaktionsschnell und sachkundig; auf eine App-Störung kam laut einer spanischen Rezension binnen fünf Minuten eine Antwort, das Problem war damit gelöst
- Die Einrichtung beschreiben zwei Rezensionen als sehr einfach; eine italienische Stimme lädt damit gezielt den Solarüberschuss, ohne dass die Hausinstallation an ihre Grenze kommt
- Fehlerstromschutz mit 30 mA AC und 6 mA DC, IP65, IK10, Überspannungsschutz und Wärmesensoren stehen in den Bulletpoints — unter den fest montierten Wallboxen im Vergleich nennen nur zwei Angebotsseiten die Auslösewerte überhaupt
- Auf dem Papier die breiteste Schnittstellenausstattung des Vergleichs: App, Zugangssperre per RFID, WLAN, Bluetooth, Ethernet, RS485, OCPP und dynamisches Lastmanagement in einem Gerät
Nachteile
- Die Anleitung zu den Lademodi ist laut einer ausführlichen Rezension zu ungenau und stellenweise falsch, was bei der ersten Einrichtung zu Verwirrung führt
- PV-Überschussladen und dynamisches Lastmanagement setzen laut Bulletpoint den separat erhältlichen ELECQ Power Monitor voraus — zwei der hervorgehobenen Funktionen kosten also Aufpreis
- Die Angebotsseite nennt die Auslösewerte, aber keinen RCD-Typ; welcher Typ verbaut ist, lässt sich ihr nicht entnehmen, und die Datenblatt-Tabelle führt gar keine elektrischen Werte
- Eine belgische Rezension rät, vor der Inbetriebnahme ein Firmware-Update anzufordern — ohne das melde das Gerät dort einen Erdungsfehler
- Mit 30 Stimmen die zweitschmalste Rezensionsbasis im Vergleich, und keine der fünf sichtbaren Rezensionen stammt aus Deutschland; 15 Prozent der Bewertungen haben einen oder zwei Sterne, ohne dass dazu ein Text sichtbar ist
- Einphasig mit 7,4 kW lädt das Gerät etwa halb so schnell wie die dreiphasigen 11-kW-Geräte im Feld, und für die volle Leistung braucht es einen einphasigen Stromkreis mit 32 A
Unsere Einschätzung im Detail
Die ELECQ Wallbox ist die einzige fest montierte Wallbox im Vergleich, die einphasig lädt: bis zu 7,4 kW mit 32 A über ein fest angeschlagenes Typ-2-Ladekabel von 5 m. Damit liegt sie zwischen den Ladekabeln für die Schuko-Steckdose mit 3,7 kW und den dreiphasigen Geräten mit 11 kW. Ihre Besonderheit ist die Ausstattung: App, Zugangssperre per RFID, OCPP, Ethernet, dynamisches Lastmanagement und ein eingebauter Energiezähler — das bietet im Feld sonst nur das teuerste Gerät.
Montage und Inbetriebnahme
Einen Stecker nennt die Angebotsseite nicht, sondern ein fest angeschlagenes Ladekabel und eine Eignung für Innen- und Außeninstallation: Angeschlossen wird diese Wallbox von einem eingetragenen Elektrobetrieb. Er rechnet aus, welche Leitung und welche Absicherung nötig sind, und klärt gleich mit, was dem Netzbetreiber zu melden und was genehmigen zu lassen ist. Zwei Rezensionen beschreiben die Einrichtung danach als sehr einfach, eine französische Stimme betreibt zwei dieser Wallboxen gemeinsam. Für die volle Ladeleistung braucht das Gerät einen einphasigen Stromkreis mit 32 A — eine Auslegung, die der Elektrobetrieb vorher prüft.
Wirkung
Einphasig mit 32 A lädt die Wallbox laut Hersteller mit bis zu 7,4 kW. Das ist doppelt so viel wie an einer Schuko-Steckdose und etwa die Hälfte der dreiphasigen 11-kW-Geräte im Vergleich: Für 36 kWh — einen 60-kWh-Akku von 20 auf 80 Prozent — rechnen Sie mit gut fünf Stunden statt dreieinhalb. Über die App stellen Sie Ladeleistung und Ladezeit ein; drei Lademodi arbeiten mit Solarstrom, laut Bulletpoint allerdings nur zusammen mit dem separat erhältlichen Power Monitor. Eine französische Rezension nennt die Einbeziehung der Solarerzeugung die Stärke des Systems, eine italienische lädt damit den Überschuss ihrer Anlage, ohne dass die Hausinstallation an ihre Grenze kommt.
Erfahrungen aus Nutzerberichten
Die Rezensionsbasis ist schmal: 30 Bewertungen, davon fünf mit Text — und keine davon aus Deutschland, sie kommen aus Frankreich, Belgien, Italien und Spanien. Das Histogramm weist 74 Prozent fünf Sterne aus, dazu 10 Prozent mit einem und 5 Prozent mit zwei Sternen; zu diesen Bewertungen ist kein Text sichtbar, ihre Gründe bleiben offen. Was die sichtbaren Stimmen tragen, ist der Kundendienst: Eine spanische Rezension bekam auf eine App-Störung binnen fünf Minuten eine Antwort und sah das Problem gelöst, eine französische beschreibt den Dienst als reaktionsschnell und sachkundig. Dieselbe Rezension kritisiert die Dokumentation der Lademodi als zu ungenau und stellenweise falsch und wünscht sich eine Zeitsteuerung, die Solarladen und günstige Nachtstunden in einer Strategie verbindet. Eine belgische Rezension rät, vor der Inbetriebnahme ein Firmware-Update anzufordern, weil das Gerät dort sonst einen Erdungsfehler melde. Für eine Aussage über mehrere Betriebsjahre gibt diese Grundlage nichts her.
Verarbeitung und Qualität
Zur Verarbeitung äußert sich keine der sichtbaren Rezensionen; belastbar sind hier allein die Herstellerangaben, und die stehen in den Bulletpoints. Genannt sind Schutzart IP65, Stoßfestigkeit IK10, NEMA 4 und ein Temperaturbereich von −40 °C bis 55 °C, dazu ein eingebauter Fehlerstromschutzschalter (RCD) mit 30 mA AC und 6 mA DC, ein Überspannungsschutz bis 10 kV und Wärmesensoren; der Produkttitel nennt zusätzlich eine TÜV-Zertifizierung. Damit ist dies eine von zwei fest montierten Wallboxen im Vergleich, deren Angebotsseite die Auslösewerte des Fehlerstromschutzes überhaupt nennt. Eine Typbezeichnung fehlt allerdings — genau darin liegt der Unterschied zur Green Cell GC PowerBox, die Typ A ausdrücklich ausweist. Die Datenblatt-Tabelle führt nur Hersteller, Modell und Gewicht, keine elektrischen Werte. Eine belgische Rezension mit vier Sternen wünscht sich eine von außen zugängliche Abschaltung für den Fall, dass WLAN oder Netz ausfallen.
Für wen eignet sich das Gerät?
Geeignet für einen eigenen Stellplatz mit passend ausgelegtem Stromkreis — und vor allem für Haushalte, in denen 11 kW dreiphasig nicht in Frage kommen oder nicht gebraucht werden: Wer täglich kurze Strecken fährt oder einen Plug-in-Hybrid lädt, füllt den Akku mit 7,4 kW über Nacht ebenso. IP65 und IK10 sprechen für Carport und Stellplatz, nicht nur für die geschlossene Garage. Wer die Solaranlage zum Laden nutzen oder zwei Ladepunkte abstimmen will, rechnet den Power Monitor in den Preis ein. Wer eine breite Rückmeldung als Maßstab nimmt, findet im Vergleich Geräte mit einem Vielfachen an Stimmen.
Ausstattung im Überblick
- Bis zu 7,4 kW einphasig mit 32 A, laut Hersteller doppelt so schnell wie eine Lösung mit 3,6 kW; das 5 m lange Typ-2-Ladekabel ist fest am Gerät
- Ladeleistung und Ladezeit stellen Sie laut Hersteller über die ELECQ-App ein; ein eingebauter RFID-Leser gibt den Strom erst nach Vorhalten einer Karte frei
- Drei Lademodi für Solarstrom — „Nur Solar“, „Solar-Priorität“ und „Unbegrenzt“ —, laut Bulletpoint nur zusammen mit dem separat erhältlichen ELECQ Power Monitor
- Fehlerstromschutzschalter (RCD) mit 30 mA AC und 6 mA DC laut Bulletpoint integriert, dazu Überspannungsschutz bis 10 kV und Wärmesensoren; eine RCD-Typbezeichnung nennt die Angebotsseite nicht
- Schutzart IP65, Stoßfestigkeit IK10 und ein Temperaturbereich von −40 °C bis 55 °C laut Hersteller, geeignet für Innen- und Außeninstallation; der Produkttitel nennt eine TÜV-Zertifizierung
- WLAN nach Wi-Fi 6, Bluetooth, Ethernet, RS485 und OCPP 1.6J sowie 2.0.1, dazu dynamisches Lastmanagement für mehrere Ladepunkte, integrierter Energiezähler und Ladehistorie
Alternativen
Wer Alternativen prüfen möchte, findet im Vergleich weitere Geräte im Direktvergleich. Besonders interessant sind:

Tesla Wall Connector, Universal-Ladegerät, Typ 2, bis zu 22 kW, einphasig und dreiphasig, 7,3 m Kabel, Indoor/Outdoor

DAHEIM LADEN.DE Touch PRO Wallbox 11kW, mit 7.5m Ladekabel, mit App, MID-Stromzähler, PV-Überschussladen, Lastmanagement, RFID, 14a

Green Cell GC PowerBox Wallbox 22kW Typ 2 Ladegerät für EV, 6m Ladekabel, LCD-Display
Fazit der Redaktion
Die einzige einphasige Wallbox im Vergleich bringt eine Ausstattung mit, die im Feld sonst nur das teuerste Gerät bietet: App, Zugangssperre, OCPP, Lastmanagement, Energiezähler — und ausgewiesene Auslösewerte beim Fehlerstromschutz. Bezahlt wird das mit der halben Ladeleistung der 11-kW-Geräte und einer Rezensionsbasis, die für ein Urteil über Jahre zu schmal ist.
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